Fleischfondue mit Öl, Fett oder Brühe

Fleischfondue mit Fett bzw. Öl

Der Vorteil beim Garen der Fleischstücke in heißem Öl bzw. Fett: Das Fleisch erhält eine leckere Kruste und es geht etwas schneller als beim Brühfondue.

Welches Öl bzw. Fett für Fleischfondue?

Zum einen gibt es die festen Fettvarianten wie Biskin, Palmin und anderen gehärteten Pflanzenfetten, sowie jedes Frittierfett. Oder man greift beim Fleischfondue zu Pflanzenöl. Hoch erhitzbar und möglichst geschmacksneutral sollte es auf jeden Fall sein. Sonnenblumenöl und Sojaöl ist ideal dafür.

Wichtig ist, dass das Fett bis 180 Grad erhitzbar ist.

Übrigens, man kann auch in Schweineschmalz Fondue zubereiten. Das dürfte aber ziemlich speziell vom Geschmack werden.

Nicht geeignet für das Fettfondue sind: Margarine, kaltgepresste Öle und auch Butter.

Wieviel Öl braucht man für das Fondue?

Etwa einen Liter. Das kommt aber natürlich auf den Fonduetopf an. In meinen sind zwei Striche eingezeichnet: Minimale Befüllung und maximale Befüllung. Wenn ich so weit aufgieße, bin ich bei etwas über einem Liter. Das entspricht etwa einem Kilogramm festem Pflanzenfett wie Palmin und Co. Wenn keine Striche vorhanden sind, den Fonduetopf maximal zur Hälfte mit Öl befüllen, sonst ist die Gefahr zu groß, dass Spritzer den Topf verlassen.

Wie Spritzen beim Fondue verhindern?

Sehr schmerzhaft kann es sein, wenn es aus dem heißem Fonduetopf spritzt. Das passiert insbesondere dann, wenn Wasser auf das heiße Fett bzw. Öl trifft. Das zu garende Gut, egal ob Fleisch oder Gemüse, also möglichst trocken aufspießen und in den Topf befördern. Fleisch sollte gut abgetupft werden.

Welchen Topf für das Fleischfondue?

Der Topf sollte sich oben leicht verjüngen. Günstig ist es auch, wenn noch ein spezieller Spritzschutz, der zu gleich als Gabelhalter dient und das Gargut wenigstens ein wenig im Topf voneinander trennt, vorhanden ist. Der Topf sollte aus gut leitendem Material sein und vor allem sicher auf dem Rechaud stehen. Ein kippender wackelnder Topf beim Fettfondue ist ein absolutes Geht-Gar-Nicht. Ein Käsefondue-Topf ist übrigens nicht geeignet für das Fleischfondue.

Fleischfondue mit Brennpaste oder Elektrisch?

Ganz ehrlich, es geht zwar beides, aber ich schwöre inzwischen auf mein elektrisches Fondue. Die Temperatur lässt sich stufenlos regulieren. Ich kann das Fett gleich am Tisch heiß machen und spare mir den doch leicht riskanten Weg von der Küche ins Wohnzimmer. Und vor allem hält die elektrische Variante die Temperatur die gesamte Zeit konstant. Bei der Version mit Brennpaste muss man doch ab und an kleine Pausen einlegen, damit sich die Temperatur wieder erholt. Wenn sie es dann schafft. Und man muss mit Argusaugen darüber wachen, dass kein Mitesser mehrere Fleischstückchen auf einmal in den Topf schummelt, was ebenfalls nicht gut für eine konstante Temperatur ist.

Wann ist das Öl heiß genug?

Das Fett beim Fleischfondue sollte 180 Grad heiß werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu testen, ob das Fett schon auf Temperatur ist:
- Mit einem Holzstil von einem Kochlöffel. An diesem sollten dann Bläschen aufsteigen.
- Mit einem Stück trockenem Brot, das recht zügig Farbe bekommen sollte.
- Oder mit dem Ernstfall: Man nehme gleich ein Stück Fleisch mit zum Erhitzen in die Küche.

Weitere Tipps rund ums Fleischfondue mit Öl

Kaloriensparen beim Fondue

Entweder man greift zum Fondue mit Brühe, das als deutlich kalorienarmer und bekömmlicher gilt als das Fleischfondue mit Fett. Oder man hält sich schwer bei den Beilagen, Dips und Saucen zurück, die meist die größte Kalorienfallen am Tisch sind. Ein wenig Kalorien lässt sich beim Fondue mit Fett auch durch abtropfen sparen oder wenn man das Fleisch vor dem Verzerr noch einmal auf einen Papiertuch legt und sich so das Fett absaugt.

Was tun, wenn das Fett Feuer fängt?

Niemals versuchen das heiße Fett mit Wasser zu löschen. Am besten versuchen den Topf mit einem passenden Deckel abzudecken, um so dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen. Dann erst versuchen, den Topf vom Herd zu ziehen oder zumindest den Herd auszuschalten.

Welches Fleisch zum Fleischfondue?

Rind, Schwein, Huhn, das darf alles rein. Bei Schwein und Huhn empfiehlt es sich Lende bzw. Filetstücke zu verwenden. Beim Rind ist natürlich Filet die feinste Art, es schmeckt aber durchaus auch mit rohem Roastbeef oder Hüfte. Das Fleisch wird im Fett auch sehr zart und lecker.

Wieviel Fleisch pro Person?

Wie beim Brühfondue rechnet man auch bei der Variante mit Fett und Öl mit 250 bis 300 Gramm Fleisch pro Mitesser.

Wie wird das Fleisch geschnitten?

Würfelförmig. Wobei Streifen mehr krosse Oberfläche bieten. Es sollte mundgerecht sein, aber nicht zu klein. Ich persönlich schneide Pute und Schweinefleisch immer in etwas kleinere Würfel, da diese ja nicht roh verzerrt werden sollen und die Fleischstücke aus Rind in etwas größere Stücke, da die ja durchaus auch rosa aus dem Fonduetopf kommen dürfen.

Weitere Tipps zum Fleischfondue

- Fleisch vorher trocken tupfen, damit es nicht so spritzt.
- Das Fleisch in nicht zu große Würfel schneiden, sonst warten sich die Gäste hungrig.
- Wer viel krosse Oberfläche möchte, schneidet das Fleisch eher in Streifen als in Würfel. Allerdings gibt es dann auch mehr Oberfläche, die für das Abkühlen der Flüssigkeit sorgt.
- Nicht zuviel Gargut auf einmal in den Topf geben, insbesondere nicht, wenn man mit Brennpaste Fondue zubereitet. Das Fett kühlt sonst ab.
- Das Fleisch sollte auch nicht eiskalt aus dem Kühlschrank kommen, ansonsten kühlt die Flüssigkeit ebenfalls schnell stark ab.
- Ist es doch passiert und das Fleisch siedet eher als das es im Fett brät und Farbe bekommt, kann eine kurze Pause helfen. Hilft das auch nichts, für das nächste Fondue einen Umstieg auf ein elektrisches Fondue planen und diesmal noch den Topf zurück in die Küche tragen und dort wieder auf Temperatur bringen.
- Insbesondere beim Fondue mit Fett und einer Brennpaste als Befeuerung sollte man ab dem fünften, sechsten Teilnehmer über einen zweiten Fonduetopf mit Rechaud nachdenken.

Kann man das Fett wiederverwenden?

Ja, einfach wenn das Fett nach dem Fondueessen abgekühlt ist, durch einen Kaffeefilter laufen lassen und in einem dunklen Behältnis auffangen und aufheben. Das Fett lässt sich so mehrfach verwenden. Viel länger als einen Monat sollte man es aber auch nicht aufheben.

Fettfondue mit zwei Töpfen?

Eher aus der Abteilung Pleiten, Pech und Pannen beim Fondue ist dieser Tipp mit den zwei Töpfen beim Fettfondue: Eine Bekannte hat mir mal erzählt, dass es bei ihr als sie jünger war auch immer Fondue auf Fettbasis gab. Da auch hier das Problem bestand, dass sich das Fett am Tisch abgekühlt hat und so der Genuss geschmälert wurde, kam ihre Mutter irgendwann auf die Idee, einfach schonmal einen zweiten Fonduetopf in der Küche auf dem Herd zu erhitzen und dann im Falle des Abkühlens die Töpfe zu tauschen. Die Idee war gut, verstieß aber gegen das oberste Gebot bei der Handhabung von heißem bzw. zu erhitzendem Öl: Dieses niemals aus den Augen lassen. Irgendwann ist es dann passiert und in der Küche fing der Ersatztopf Feuer. Um so etwas in Erwägung zu ziehen, muss man seinen Herd schon sehr gut kennen und bereit sein, auch ein paar Minuten in der Küche zu verbringen, um das Öl unter Beobachtung zu halten.

Weitere Infos und Tipps: Anleitung Fleischfondue (Checkliste, kleiner Fahrplan, Zeitablauf).

Eine weitere Anleitung und Tipps für leckere Fonduesaucen: Fleischfondue mit Fett - hier gibt es auch Hinweise und Sicherheitstipps zum Thema Fondue und Kinder.

 

Fleischfondue | Anleitung Fleischfondue | Fondue Soßen Rezepte
Fleischfondue.org 2019 | Impressum / Bilder